Betrieblicher Brandschutz in Hotelleriebetrieben


Welche Maßnahmen gesetzlich vorgesehen sind und wie die Sicherheit am besten gewährleistet werden kann.
27
Mrz
2019

Ein Fettbrand in der Küche des hoteleigenen Restaurants entfacht sich und wird unkontrollierbar. Die falsch entsorgten Zigarettenasche fängt im Papiermüll erneut Feuer. Die Flammen einer am Tisch stehenden Kerze greifen um sich und breiten sich auf eine Stoffserviette aus. Brände können schnell entstehen und haben oft drastische Auswirkungen.

Gerade in Hotelleriebetrieben bedrohen Brände neben der Existenz des Unternehmers und des beschädigten Sachvermögens stets auch eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Menschenleben. Darum gelten für die Hotellerie spezielle Bestimmungen und gesetzliche Vorgaben, wenn es um den betrieblichen Brandschutz geht.

Brandschutz in der Hotellerie – was ist erforderlich?

Wegen ihrer spezifischen betrieblichen Besonderheiten – wie z.B. durch Saunen und andere Wellnesseinrichtungen, dem kontinuierlichen Wechsel des Personals und der Gäste, der Lagerung leicht entflammbarer Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Großküchen etc. – sind in Hotelleriebetrieben zur Brand-Prävention verschiedene Maßnahmen umzusetzen.

Diese baulichen, planerischen, organisatorischen und technischen Normen sind in Bundes- und Landesgesetzen, Regeln/Richtlinien der Technik sowie betriebsinternen Regelungen festgelegt. Hervorzuheben sind hier vor allem die Technischen Richtlinien Vorbeugender Brandschutz, unter anderem die TRVB 144/82 (N) „Beherbergungsbetriebe – Betriebliche Maßnahmen“ für Inhaber von Beherbergungsbetrieben oder die TRVB 136/79 (N) „Veranstaltungsstätten für maximal 300 Besucher – Betriebliche Maßnahmen“ für Betreiber einer Bar oder ähnlichem. Große Bedeutung haben außerdem die Richtlinien des österreichischen Instituts für Bautechnik (hier vor allem die OIB-Richtlinie zum Thema Brandschutz).

Prinzipiell sollte jeder Unternehmer bei Neu- oder Umbauten von Hotelleriebetrieben ein professionelles Brandschutzkonzept in Betracht ziehen. Ein solches ist nicht immer gesetzlich vorgegeben, macht aber meistens Sinn, weil es dem Betreiber nicht nur hilft, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, sondern auch eine langfristige und gut abgestimmte Planung der Brandschutz- und Sicherheitsmaßnahmen ermöglicht.

Die gesetzlich erforderlichen Brandschutzmaßnahmen werden im Brandschutzkonzept festgehalten, darunter meistens auch die Folgenden:

  1. Eine für den Betrieb geeignete Brandschutzeinrichtung hat installiert und instandgehalten zu werden, auch eine Abschlussüberprüfung ist notwendig.
  2. Betriebsintern muss eine für den Brandschutz verantwortliche Person ernannt werden. Diese ist gesetzlich zu Aus- und Weiterbildungen verpflichtet.

Brandschutzeinrichtungen am aktuellen Stand durch Revisionen und Abschlussprüfung

Vor der ersten Inbetriebnahme müssen Brandschutzeinrichtungen, die für Hotelleriebetriebe unter gewissen Voraussetzungen vorgeschrieben sind, einer Abschlussprüfung unterzogen werden. Damit die Anlage einwandfrei funktionsfähig ist, werden einerseits die Eigenkontrolle durch den betriebsinternen Brandschutzbeauftragten, andererseits regelmäßige Revisionen vorgeschrieben. Diese sind abhängig von der Anlage entweder jährlich oder nur alle zwei Jahre durchzuführen. Durchgeführt werden darf eine Revision ausschließlich von einer zur Überprüfung ermächtigten Stelle.

Kontaktieren Sie für weitere Informationen die Brandschutzexperten der KFV – Prüf- und Kontrollstelle! Wir sind in allen Fragen rund um das Thema Anlagenprüfungen für Sie da und helfen Ihrem Betrieb, auf Nummer sicher zu gehen.

Brandschutzverantwortliche in der Hotellerie

Laut TRVB-Richtlinie 144/82 (N) ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten samt Stellvertreter in einem Beherbergungsbetrieb vorgeschrieben. Auch für Gaststätten, Restaurants, Bars und dergleichen gelten vergleichbare Bestimmungen. Prinzipiell ist es jedoch so, dass es der Behörde obliegt, welche und wie viele für den Brandschutz verantwortlichen Personen im jeweiligen Betrieb zu ernennen sind.

Aufgabe des Brandschutzbeauftragten/Brandschutzwartes ist neben der Unterweisung des Personals, der Durchführung von selbstständigen Kontrollen in regelmäßigen Abständen auch die Veranlassung der Revision der Brandschutzanlagen bei der zur Überprüfung ermächtigten Inspektionsstelle.

Die für den Brandschutz verantwortlichen Personen tragen eine große Verantwortung. Daher müssen sie eine spezielle Aus- und Weiterbildung absolvieren. Nähere Details zum Ausbildungsprozedere im Brandschutz finden Sie im Beitrag „Brandschutzbeauftragte und -warte sorgen für Sicherheit in Betrieben“ sowie auf unserer Website unter dem Punkt „Schulung“.

Regelmäßig bietet die KFV Sicherheit-Service Gmbh Seminare und Weiterbildungskurse zum Thema Brandschutz an. Die Kurse können ganz einfach  online gebucht werden.

 

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