Akkubrände: Wenn Batterien zur Brandgefahr werden


Wie Sie bei der Verwendung von technischen Geräten mit Akkus zum Brandschutz beitragen erfahren Sie hier.
20
Jul
2022

Brandschutz spielt gerade bei technischen Geräten eine wesentliche Rolle. Elektrische Geräte sind eine der häufigsten Brandquellen in Haushalten, die Verwendung batteriebetriebener Geräte spielt dabei eine immer größere Rolle. Auch im mobilen Verkehr stehen batteriebetriebene Fahrzeuge im Trend.

Batterien als Brandgefahr im Haushalt

In den eigenen vier Wänden haben zuletzt vor allem wiederaufladbare Batterien an Bedeutung gewonnen. Immer häufiger kommen Akkus samt Ladegeräten zum Einsatz, dadurch steigt die Brandgefahr. Die meisten Personen besitzen Smartphones, welche meist täglich aufgeladen werden müssen. Auch Gartengeräte, Werkzeuge oder Kinderspielzeug werden immer öfter mit Batterien betrieben. Dabei kommen meist hoch entwickelte Lithium-Polymer-Akkus (LiPo) zum Einsatz.

Smartphone mit Ladekabel

Bei sachgemäßer Verwendung können LiPo-Batterien als weitestgehend sicher eingestuft werden. Werden diese jedoch nicht ordnungsgemäß verwendet oder falsch gelagert, beispielsweise in heißen oder feuchten Umgebungen, können sie schlimmstenfalls zur Brandquelle werden. Achten Sie also darauf, elektrische Geräte gemäß ihrer Anleitungen zu verwenden und sorgen Sie für passende Lagerungsbedingungen für nicht verwendete Geräte oder Batterien. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Batterien in feuerfesten Akku-Sicherheitstaschen lagern.

Stellen E-Scooter ein Brandrisiko dar?

Die Verwendung von batteriebetriebenen E-Scootern birgt auch abseits des Straßenverkehrs potenzielle Risiken. Bei unsachgemäßer Verwendung oder falscher Lagerung des Fahrzeuges, jedoch auch bei technischen Defekten, kann der eingebaute Akku zur Gefahr werden.  Die in der Betriebsanleitung vermerkten Anwendungs- und Sicherheitshinweise sollten deshalb unbedingt beachtet werden. Schützen Sie den Akku-Bereich vor mechanischen Einflüssen und hohen Temperaturen und sehen Sie davon ab, den E-Scooter im Wohnbereich zu lagern.

Im Brandfall sollten Sie dringend die Einsatzkräfte alarmieren. Von einem eigenständigen Löschversuch mit Wasser ist dringend abzuraten, es drohen giftige Gase auszutreten und sich zu entzünden – hier wären Schaum- und Pulverlöschmittel besser geeignet. Achten Sie auf einen Sicherheitsabstand und schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen.

Schon gewusst? Akku-Brände können auch im betrieblichen Umfeld eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Speziell geschulte Brandschutzbeauftragte sorgen sich deshalb um die korrekte Lagerung möglicher Brandquellen, sensibilisieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Brandgefahren und kümmern sich um regelmäßige Prüfungen und Revisionen der Brandschutzanlagen.

Image Credits: Photo by Olivier Laurent/The Washington Post via Getty Images / Getty Images

Fahrzeugbrand: Brandrisiko bei E-Fahrzeugen

Allem voraus: Elektrofahrzeuge weisen keine höhere Brandgefahr auf als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Der Betrieb der eingebauten Elektrobauteile basiert bei beiden Fahrzeugtypen auf einer 12-Volt-Batterie. Technische Defekte bei den Elektrobauteilen, aber auch Überhitzung können deshalb sowohl bei „Verbrennern“ wie auch bei E-Fahrzeugen zur Brandentwicklung führen.

Der Unterschied bei den Fahrzeugtypen liegt im Motorenbereich: Für den Antrieb verwenden Elektrofahrzeuge Hochvoltbatterien, welche meist an der Unterseite des Fahrzeuges angebracht werden und stark vor externen Einflüssen gesichert sind. Tritt im Betrieb eines E-Fahrzeuges ein Fehler auf oder erkennt das System einen Unfall, wird der Stromzufluss sofort unterbunden. Damit sind Hochvoltbatterien (Lithium-Ionen-Batterien) nur in den seltensten Fällen für einen Fahrzeugbrand verantwortlich.

Auch hier gilt im Brandfall: Feuerwehr alarmieren und Abstand wahren. Achten Sie bei der Evakuierung auf das Verkehrsgeschehen, tragen Sie gegebenenfalls eine Warnweste und unternehmen Sie keine eigenständigen Löschversuche.

Anders als bei Bränden mit Treibstoff, bei denen Löschschaum zum Einsatz kommt, ist bei Bränden von Lithium-Ionen-Akkus Wasser das geeignetste Löschmittel. Um den Sprung des Brandes von Teilzelle zu Teilzelle zu unterbinden, hilft das gezielte Kühlen des Akkus. Der Löschvorgang ist deshalb mit einem erhöhten Wasserverbrauch und Zeitaufwand verbunden.

Brandschutzarbeit ist Wartungsarbeit!
Die KFV – Prüf- und Kontrollstelle des KFV bietet unternehmensorientierte und zuverlässige Inspektionen und Revisionen von Brandschutzanlagen jeder Art.  Die langjährigen Beziehungen zu unseren Kunden sind leicht erklärt: Jeder unserer erfahrenen Brandschutzexperten kennt die betrieblichen Voraussetzungen seines Auftraggebers genau und nimmt sich Zeit für den guten Kontakt.
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